Wolfgang Kohlhaases nachgelassene, nun in der aktuellen Sinn und Form-Ausgabe erscheinende Erzählung "Onkel, hast du Feuer?" war eigentlich ein Exposé für einen Film, verrät Dirk Knipphals. Es geht um den Fernsehreporter Hoffmann, der für ein DDR-Nachrichtenmagazin arbeitet, das die eigenen Sendungen ständig nachbearbeitet und sich eine eigene Wahrheit schafft. Den Kritiker überzeugt auch das kurz vor dem Tod des Autors geführte Interview, das sein Prinzip der "Voraussetzungslosigkeit" des Erzählens auf den Punkt bringt. Eine lustige und subversive Erzählung, urteilt Knipphals.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…