Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.11.2015
Für Dirk Pilz wird Alfred Döblins dreiteiliger Roman "November 1918" oft "sehr zu unrecht" durch "Berlin Alexanderplatz" aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt - dabei gebe das Werk Aufschluss über die Mentalität der Deutschen nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg. Am Aufsatz des Soziologen Hans Joas im Heft 2015/6 der Literaturzeitschrift "Sinn und Form" findet der Rezensent Pilz deshalb reges Interesse. Im Mittelpunkt stehen dabei Konversionen, so Pilz, also Konfessionswechsel, wie Döblin selbst einen vollzogen habe. Der Kritiker rekonstruiert die Argumentationslinie Joas' und resümiert mit einer Formulierung des Autors, es sei der Blick auf "neue Werte und neue Wege", die das Spätwerk Döblins eröffne - und genau diese gelte es auch heute zu finden, kommentiert Pilz abschließend.
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