Aus dem Ukrainischen von Maria Weissenböck. Stanislaw um 1900: eine galizische Kleinstadt am Rande der Monarchie. Adelja und Stefa, "miteinander verflochten wie die Stämme zweier Bäume", einander stützend, einander die Luft zum Atmen nehmend, wachsen gemeinsam auf. Als Adelja den
Steinmetz Petro heiratet, wird aus der engen Verstrickung ein Dreieck, aus dem Stefa sich vergeblich zu befreien trachtet. Und als der Magier Torn mit seinem Zirkus
die Stadt besucht, taucht plötzlich der engelsgleiche Junge Felix in Petros Werkstatt auf - ein kleiner Schlangenmensch, sprachlos, biegsam und brüchig wie Papier.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.2016
Rezensent Martin Lhotzky wird nicht richtig satt von Sofia Andruchowytschs Kleinstadtgeschichte aus Galizien um 1900. Zwar serviert ihm die Autorin in ihrem neuen Roman neben blumiger Sprache allerhand detailliert dargebotenes Schrullige, Anmerkungen über Speisen, Gebräuche und Gerätschaften, um das Panorama einer aufstrebenden Provinzstadt der Donaumonarchie darzustellen. Doch bleibt der Schelmenroman um einen Jungen, der aufgrund einer Knochenanomalie als Gummimensch bei einem Magier reüssiert, für Lhotzky seltsam dünn.
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