Aus dem Englischen von Sophie Zeitz. Der ständige Kampf ums Gewicht, die nagenden Selbstzweifel, die Reue, nachdem kulinarisch "gesündigt" wurde, die immer wiederkehrenden Gespräche über diese und jene "Problemzone" - wir alle kennen diese Phänomene. Sie sind Symptome einer Gesellschaft, in der die Selbstoptimierung oberste Priorität hat und das Dicksein mit Scheitern gleichgestellt wird. In 'Happy Fat' erzählt die dänische Comedian Sofie Hagen, wie sie dickenfeindlichen Einflüssen den Kampf angesagt hat. Sie hat Selbstakzeptanz in einer Welt gefunden, in der die Diskriminierung von dicken Menschen allgegenwärtig ist. Konkret und offen berichtet sie von den alltäglichen Problemen, mit denen sich dicke Menschen konfrontiert sehen: beim Sex, im Flugzeug, beim Kleiderkauf oder einfach nur beim Essen in der Öffentlichkeit. Sofie gibt Leserinnen jeder Gewichtsklasse praktische Tipps und lässt dabei auch andere Fat Liberation Aktivistinnen zu Wort kommen. Teils Memoir, teils gesellschaftlicher Kommentar bietet 'Happy Fat' einen Blick auf eine Kultur, die dicke Frauen verurteilt. Selbstakzeptanz in Zeiten des Schlankheitsdiktats
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.07.2020
Obwohl die dänische Comedienne und Podcasterin Sofie Hagen laut Rezensentin Sonja Hartl mit sehr viel Witz über ihr Leben als übergewichtige Frau schreibt, ist der Kritikerin das Lachen ab und an im Halse stecken geblieben. Das Buch macht auf die vielseitigen Diskriminierungen aufmerksam, die dicke Menschen im Alltag erfahren, und ergründet die Ursachen dafür, das Fettleibigkeit so massiv geächtet wird, so Hagl: Der Kapitalismus heizt die Scham an, damit er Abhilfe verkaufen kann, und das Patriarchat hält Frauen auch über ein schwer zu erreichendes Schönheitsideal klein, hat die Rezensentin gelernt, die diese Erkenntnis nicht im mindestens platt findet. Im Gegenteil: Eine zugleich wertvolle und unterhaltsame Lektüre, lobt sie.
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