Stanislaus von Moos (Hg.), Martino Stierli (Hg.)

Eyes That Saw

Architecture after Las Vegas
Cover: Eyes That Saw
Scheidegger und Spiess Verlag, Zürich 2020
ISBN 9783858818201
Kartoniert, 504 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Stanislaus von Moos und Martino Stierli. Texte in englischer Sprache. Mit 159 farbigen und 147 s/w-Abbildungen. Am Höhepunkt der Studentenunruhen an amerikanischen Universitäten 1968/69 lehrten Robert Venturi und Denise Scott Brown, unterstützt von Steven Izenour, im Rahmen eines "Design and Research Studio" an der Yale School of Architecture zum Thema Las Vegas. Ihre Ergebnisse publizierten sie 1972 unter dem Titel "Learning from Las Vegas": Sie schufen damit einen Klassiker, der die Architekturwelt der 1970er- Jahre in Aufregung versetzte und bis heute unser Verständnis von Architekturlehre, -theorie und -praxis beeinflusst. Knapp fünf Jahrzehnte später präsentiert dieses Buch eine Sammlung reich bebilderter Essays von bekannten Historikern, Architekten und Künstlern, die "Learning from Las Vegas" aus neuen Blickwinkeln betrachten. Alle Autoren bauen auf dem Wissen um dessen tiefgreifenden Einfluss auf moderne Architektur und Stadtplanung, die bildenden Künste und sogar die Geschichtsschreibung im Allgemeinen auf. Ergänzt werden die Essays durch Originalunterlagen aus dem Venturi, Scott Brown & Associates Archive der University of Pennsylvania sowie eine illustrierte Chronologie des internationalen Medienechos, das auf die Veröffentlichung von "Learning from Las Vegas" folgte.
Mit Beiträgen von Stan Allen, David Allin, Eve Blau, Beatriz Colomina, Valéry Didelon, Elizabeth Diller, Peter Fischli, Dan Graham, Neil Levine, Mary McLeod, Rafael Moneo, Stanislaus von Moos, David M. Schwarz, Denise Scott Brown, Katherine Smith, Martino Stierli, Karin Theunissen und Robert Venturi. Vorwort von Robert A.M. Stern.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.08.2020

Die Architekten Robert Venturi und Denise Scott Brown haben mit "Learning from Las Vegas" vor bald fünfzig Jahren einen der wichtigsten architektonischen Traktate des 20. Jahrhunderts geschrieben, erinnert sich die Rezensentin Frida Grahn. Darin ging es um die Stadt als Zeichensystem: Moderne abstrakte Gebäude sollten durch Zeichen und Symbole auf ihre Funktionen aufmerksam machen, forderten die beiden damals. Das Las Vegas der Sechziger existiert längst nicht mehr, aber die Theorien der beiden Architekten, über die in diesem Band noch einmal Kollegen und Kritiker Klassiker reflektieren, sind nach wie vor aktuell, konstatiert die Rezensentin, die auch die elegante Aufmachung des Bandes lobt.

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