Aus dem Forschungsprojekt Learning from Las Vegas, das die Architekten Robert Venturi und Denise Scott Brown 1968 gemeinsam mit Steven Izenour und Studierenden der Yale University durchführten, resultierte 1972 die gleichnamige Publikation - ein Buch, das eine entscheidende Wende in der Architekturtheorie markierte. Martino Stierli untersucht diese Publikation sowie das Phänomen ihrer Wirkung im Kontext des amerikanischen Architektur- und Städtebaudiskurses der 1960er und 1970er Jahre und stellt sie in einen grösseren kulturhistorischen Zusammenhang.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.10.2011
Der Schweizer Kunsthistoriker Martino Stierli befasst sich in seiner Forschungsarbeit mit den Voraussetzungen und Auswirkungen des architekturtheoretischen Schlüsseltextes "Learnig from Las Vegas" aus dem Jahr 1972. Für Claudia Schwartz ein dankenswertes Unterfangen, weil der Autor ihr die Begriffe und Themen der städtebaulichen Diskussionen der 60er Jahre ("Roadtown", "Strip" etc.) in Erinnerung ruft und in den Zeitgeist der Popkultur einordnet. Die historische Studie gewinnt dabei für Schwartz an Aktualität, als Plädoyer, Berührungsängste und Widerstandsgesten zu überwinden und die Wahrnehmung zu schulen.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…