Aus dem Polnischen übersetzt von Albrecht Lempp. Stanislaw Lems Überlegungen zur futurologischen Wissenschaft hat er in der "Summa technologiae" zusammengefasst: ein Werk, das sich ? erdacht als ferne Prophetie und gewagt bis zur Bilderstürmerei ? noch heute im Zentrum der wissenschaftlichen und konstruktionstechnischen Praxis wiederfindet. Mit "Die Technologiefalle" knüpft Lem an die Summa an. Die dort entwickelten Ideen, Prognosen und Projekte werden im Abstand von dreißig Jahren am aktuellen Stand von Theorie und Technik gemessen, und sie erweisen sich als verblüffend aktuell; vieles hat sich bewahrheitet. Der Fortschrittsoptimismus von damals ist jedoch gedämpft. Die Ambivalenz, mehr noch, die Zweifelhaftigkeit dessen, was als "Fortschritt" ausgegeben wird, tritt in Lems Essays deutlich hervor.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.05.2001
Rezensent Bernhard Dotzler räumt ein, dass manches, was Lem in früheren Büchern verheißen hat, inzwischen Wirklichkeit geworden sei. Aber weil der Nachweis, wie die Phantastik von Lems Futurologie sich empirisch bewahrheitet hat, sich nun wie ein roter Faden durch diese Aufsatzsammlung zieht, klingt der Ton, mit dem der Rezensent Lems Thesen resümiert, zunehmend gereizt. Denn so toll, wie Lem sich offensichtlich selber findet, findet sein Rezensent ihn dann auch wieder nicht. Dotzler führt schließlich Lems eigene Argumente gegen ihn ins Feld: Echte Futurologie, zitiert er Lem, dürfe nicht bloß eine "vom Spiegel zurückgeworfene Gegenwart" zeichnen, um die "Umrisse ferner Möglichkeiten" erkennen zu lassen. Doch stützt Lem, fragt Dotzler, wenn er nun permanent seine früheren Zukunftsbilder an der Gegenwart spiegelt, wirklich die Futurologie? Der Rezensent findet, das Lem mit diesem Blick den Spiegel in Wahrheit in die Vergangenheit statt in die Zukunft rückt.
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