Mit 90 Farbigen und 160 Schwarzweiß-Abbildungen. Aus dem Amerikanischen von Martin Ruben Becker. Stanley Greene begann als Modefotograf. Heute sind seine Kriegsreportagen weltbekannt. In "Black Passport" versucht Greene mit Unterstützung des Fotodesigners Teun van der Heijden die Veränderungen in seinem Leben, beruflich wie privat, zu verarbeiten. Zwei Jahre lang interviewte van der Heijden den Fotografen. Durch die Kombination von beeindruckenden, bisweilen schmerzhaft grausamen Fotografien mit den authentischen Aussagen Greenes entsteht ein eindrucksvolles Porträt des Fotojournalisten. Dem Betrachter eine Vision davon zu geben, wie es Greene gelungen ist, die alles vernichtende Flamme zu vermeiden, ja, wie er sich trotz des alltäglichen Kriegsgrauens etwas an Optimismus bewahren konnte, ist das Ziel dieses Buches.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.12.2009
Wie in einem Film von Sam Fuller kam Fritz Göttler sich über diesem Journal des Kriegsfotografen Stanley Greene vor, wobei hier allerdings auch noch Sex, Drogen und Ekstase dazukommen. Der 1949 in Harlem geborene Fotograf, erzählt Göttler, war zunächst bei den Black Panthers, studierte dann Fotografie, arbeitete dann als Musik- und Modefotograf, bis er sich auf die Kriegsfotografie verlegte: Tschetschenien, Afghanistan, Irak. In den Texten des Buches ist Göttlers Besprechung zufolge viel vom Fotografieren als lustvoller Akt, als erregender Moment die Rede. Greene Leica fühlt sich dann mindestens so an wie Miles Davis' Trompete. Den Bildern selbst schreibt Göttler eher eine "rohe Poesie" zu, allerdings wird nicht ganz klar, was er von ihnen eigentlich hält.
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