Wussten Sie, dass Marilyn Monroe eine passionierte Leserin war und eines ihrer Lieblingsbücher der "Ulysses" von James Joyce? Dass der Studienabbrecher Friedrich Gottlieb Klopstock 1750 die Dichterlesung erfand, als er einer Schar junger Frauen seine Oden vortrug und dafür Küsse kassierte? Dass Jane Austen nur Frauen für voll nahm, die Romane lieben? Oder dass vor 150 Jahren Eugenie Marlitt, eine entlassene Vorleserin, zur ersten Bestsellerautorin der Welt aufstieg? Diese und eine Fülle anderer Begebenheiten lässt Stefan Bollmann in einem Panorama lebendig werden, das von Klopstocks Zeit bis in die Gegenwart führt und von aktuellen Phänomenen wie Fanfiction und "Shades of Grey" berichtet. Zugleich erzählt er eine überraschend andere Geschichte des Lesens, seiner Macht und Magie. Lesen kann Leben und Lieben verändern. Ein Buch für Frauen, die leidenschaftlich gern lesen - und aus dem Männer erfahren, was ihre Frauen meinen, wenn sie sagen: "Jetzt nicht! Ich lese!"
Stefan Bollmann mag dieses Thema, weiß Eugénie Bott, "Frauen und Bücher" ist schon das dritte Buch, in dem der Literaturwissenschaftler sich dem Lesen von Frauen widmet, und auch dieses dritte ist eine spannende und inspirierende Lektüre, lobt die Rezensentin. Bollmann beschwört darin das emanzipative Potenzial von Literatur, ein Potenzial, das Frauen ob der immer noch an sie gerichteten, beengten Rollenvorstellungen leichter erkennen können als Männer, erklärt Bott. Es dürfe sich also keiner wundern, wenn sie auch besser überkomme Grenzen überschreiten und dahinter Neuland erschließen könnten, stimmt die Rezensentin Bollmann zu.
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