Mit einem Nachwort von Tilman Spreckelsen. Ricarda Huchs Bücher über "Blütezeit " und "Ausbreitung und Verfall" der Romantik, die wir in einem Band zusammenfassen, sind ein bahnbrechendes Werk: In einer im besten Sinne die Disziplinen umgreifenden Manier porträtiert sie nicht nur die Dichter und Künstler, sondern auch die frühen Naturwissenschaftler, Mediziner, Theologen, Politiker - ebenso wie die bisher vernachlässigten Figuren: die Frauen, Freundinnen und Gefährtinnen der berühmten Protagonisten. In 35 Kapiteln schreibt Ricarda Huch an der Biografie einer Idee, die Epoche machte, und lässt keinen Zweifel daran, weshalb sie bis heute zentraler Bezugspunkt der Literatur ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.03.2018
Harro Zimmermann erkennt mit Ricarda Huchs Blick auf die Romantik das Verstörende des 20. Jahrhunderts bereits vorgezeichnet. Den beiden von Tilman Spreckelsen neu herausgegebenen Büchern der Huch ("Blütezeit" und "Ausbreitung und Verfall der Romantik") hätte zwar ein umfangreicheres Nachwort und ein paar Literaturhinweise gut gestanden, findet Zimmermann, der "Modernisierung" der Romantik bei Huch zu folgen ist für ihn aber jedenfalls ein Genuss. Huchs Faszination für den Sprachzauber der Romantik und die Entdeckung des Unbewussten für die Literatur in dieser Epoche einerseits sowie ihre Kritik am romantischen Lebensstil andererseits scheinen dem Rezensenten nach wie vor gültig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2018
Ricarda Huchs Abhandlung macht Friedmar Apel nach wie vor Lust, die Romantiker zu lesen. Auch wenn nicht jede Wertung der Autorin (zu E.T.A. Hoffmann, zu Eichendorff) den Rezensenten überzeugt, Huchs erfrischend lebhafte Entdeckerfreude macht ihre Gründungsschrift der Romantikforschung für Apel weiterhin zum Lektüregenuss. Die Darstellung der Dichterin Huch besticht für ihn ferner durch die Wechselwirkung von Gegenstand und Methode und einen Romantik-Begriff, der neben Philosophie und Naturwissenschaft auch Medizin, Mythologie und Gesellschaftslehre umfasst. Huchs Psychogramme von Tieck, Novalis, Schlegel und Brentano gehören für Apel zu den Höhepunkten des Bandes, dessen "Glutkern" er in der Verteidigung der romatischen Ästhetik gegen das bürgerlich-klassizistische Kunstideal erkennt.
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