Den Selbstlosen gehört die Zukunft: Das ist die erstaunliche Quintessenz des neuen Buches von Stefan Klein, das unser Denken und Handeln verändern wird. Denn die neueste Forschung lässt die Ehrlichen keineswegs als die Dummen dastehen. Entgegen unserem Alltagsglauben schneiden Egoisten nämlich nur kurzfristig besser ab. Auf längere Sicht haben diejenigen Menschen Erfolg, die sich um das Wohl anderer bemühen. Denn nicht nur Wettbewerb, sondern auch Kooperation ist eine Triebkraft der Evolution. Ein Sinn für Gut und Böse ist uns angeboren. Stefan Klein zieht einen Querschnitt durch die aktuellen Ergebnisse der Hirnforschung und der Genetik, der Wirtschaftswissenschaften und der Sozialpsychologie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.09.2011
Der Überbetonung des Konflikts als wichtigster Komponente menschlicher Beziehungen und Entwicklung, die schon länger in der Philosophie bemängelt wird, sieht Michael Pawlik jetzt gleich in zwei Publikationen entgegengewirkt. Stefan Klein konstatiert in seinem Buch zunächst eine ausgeprägte Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit, die den Menschen von anderen Lebewesen unterscheidet, teilt der Rezensent mit. Der Wissenschaftsjournalist sieht einen entwicklungsbiologischen Sinn und erheblichen evolutionären Vorteil freundlichen und hilfsbereiten Umgangs in zwischenmenschlichen Beziehungen, stellt der Rezensent zustimmend fest. Denn in der gemeinsamen Sorge für den Nachwuchs, aus dem sich der Gemeinschaftssinn entwickelt habe, erhöhte die Fruchtbarkeit und die Überlebenschancen, entnimmt Pawlik den Darlegungen des Autors. Scheinen ihm die Ausführungen Kleins insgesamt auch sehr überzeugend, hat er an dessen Prognose einer zunehmenden Vernetzung des Menschen, die einen globalen Altruismus verstärkt, dann aber doch seine Zweifel.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…