28 Expertinnen und Experten erschließen die gesamte Themenbreite der Gartenkunstgeschichte von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Das Spektrum der handbuchartigen Beiträge reicht von der Gattungs- und Professionsgeschichte, über die Kunst- und Mediengeschichte bis zur Sozial-, Wirtschafts-, Technik- und Wissenschaftsgeschichte des Gartens. Dabei stehen Fragen nach dem Kunstwerkcharakter von Gärten, nach den Auftraggebern und Gestaltern, den ökonomischen Grundlagen und der künstlerischen Gestaltung ebenso im Blickpunkt wie die diskursive und mediale Vermittlung durch Philosophie, Kunst, Literatur, Musik, Theater und Film. Zudem wird das Verhältnis der Gartenkunst zu Gartenbau, Gartentechnik und Naturwissenschaft sowie ihre Stellung in Kunstgeschichte, Denkmalpflege und Landschaftsarchitektur reflektiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.2013
Frank Maier-Solgk umreißt zunächst die Problematik des Themas Gartenkunst, das, wie er findet, schwer zu fassen und ein wenig vernachlässigt ist. Wenn die Herausgeber Stefan Schweizer und Sascha Winter, Kunsthistoriker alle beide, nun einen Band vorlegen, der die Fülle an Fragestellungen zur Gesamtschau verdichtet, freut das den Rezensenten. Zumal die überwiegend jungen Beiträger eher nicht den üblichen großen stilgeschichtlichen Epocheneinteilungen folgen (französischer Barock, italienische Renaissance usw.), sondern die Bedeutung des historischen Stichs oder auch die des Bauherrn hervorheben. Oder jene, laut Rezensent ganz wichtig, der Skulptur. Garten als Kunst, das behagt dem Rezensenten besser denn Garten als Dekoration.
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