Dank ihrer Weltoffenheit, der reichen Presse- und Verlagslandschaft und des hohen Lebensstandards zieht Beirut seit mehr als fünfzig Jahren die Literaten aus der gesamten arabischen Welt magisch an. Selbst der Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 verminderte die Attraktivität der libanesischen Hauptstadt nur vorübergehend. Heute ist Beirut erneut Umschlagplatz für die aktuelle arabische Literatur. Die Texte in diesem Buch machen nicht nur eine faszinierend Stadt, sondern auch die Entwicklung der modernen arabischen Prosa erfahrbar. Mit Erzählungen Ausschnitten aus Romanen von sechzehn arabischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern darunter Mahmud Darwish, Ghada Samman und Elias Khoury.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.05.2002
16 Prosatexte von Autorinnen und Autoren aus dem Libanon hat der Literaturkritiker und Übersetzer Stefan Weidner zusammengestellt und mit einem Nachwort ergänzt, berichtet Renate Wiggershaus. Die Texte, "zur Hälfte Romananfänge beziehungsweise -auszüge", sind vor, während und nach dem Bürgerkrieg (1975 bis 1990) entstanden und, so die Rezensentin, von unterschiedlicher literarischer Qualität. Romanfänge zu lesen, meint Wiggershaus, hat immer etwas "unbefriedigendes", wenn man nicht weiß, wie es weiter geht. Trotzdem aber, denkt die Rezensentin, geben diese Texte einen "guten Einblick" in die "reiche und phantasievolle" libanesische Literatur, die stark geprägt sei von den Wirren des Krieges und dem Schicksal der Menschen in Beirut. Und einmal mehr, so Wiggershaus, zeigt sich hier, dass "dichterische Intensität" und "Überlebenskunst" eng beieinander liegen.
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