Herausgegeben von Siglinde Bolbecher und Beatrix Müller-Kampel. Sie habe sich, meint Rotenberg, eine "Art Ersatzheimat" imaginiert. Das Dorf weist eine präzise, in sich geschlossene Topographie auf und weitet sich, Traumlandschaft, doch in plötzliche Ferne. Knapp und genau ist die Sprache. Eines unter den Dorfkindern ist auch Stella Rotenberg. Dieses Kind aber bleibt unsichtbar, es handelt und spricht nicht; es ist nur dabei. Doch seine Gegenwart wird von Geschichte zu Geschichte spürbarer.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.03.2004
Oftmals gedenken Stella Rotenbergs Verse ihrer in Auschwitz ermordeten Mutter, berichtet der mit "Jdl." zeichnende Rezensent in seiner kurzen Besprechung. Die Gedichte der österreichischen Lyrikerin, die von sich selbst sagt, dass sie von Hitler zur Jüdin gemacht wurde, machen das Trauma von Hitlers Einmarsch in Österreich, und das Schicksal der Vertreibung ins Exil und des heimatlosen Lebens in England durch ihre eingängige Schlichtheit" und durch "eindringliche Bilder fassbar", lobt unser Rezensent sichtlich berührt.
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