Stephan Thome blickt tief in die Seele seiner zweiten Heimat: Taiwan ist eine ebenso junge wie umkämpfte Demokratie, geprägt von Kolonialherrschaft, Diktatur und neuer Freiheit. Hier mischt sich das japanische Erbe mit chinesischem Brauchtum und den Traditionen der Ureinwohner. Reisende erwartet eine auf ihre Unabhängigkeit pochende Nation, die sich im Meistern von Krisen bewährt und zu deren größten Obsessionen Essen und Baseball zählen. Dazu grandiose Naturlandschaften mit Nationalparks, imposanten Bergen und Steilküsten, heißen Quellen und wilden Schluchten. Eine außergewöhnliche Dichte an alten Tempeln und unzählige Nachtmärkte mit der köstlichsten Küche Asiens - und so verlockenden Speisen wie "Stink-Tofu".Der preisgekrönte Autor lebt seit vielen Jahren in Taiwan und erzählt kundig und unterhaltsam von seiner Liebe zum geschichtsträchtigen Inselstaat im Pazifik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2021
Rezensent Andreas Platthaus empfiehlt Stephan Thomes "Gebrauchsanweisung für Taiwan" als perfekte Ergänzung zum Thomes großem neuen Taiwan-Roman "Pflaumenregen". Mehr noch: Einen "Reiseverführer" nennt er das Buch, das ihm zwar vor allem die Geschichte des Landes ausbreitet, aber auch so viel über das Leben in Taipeh verrät, dass Platthaus am liebsten sofort die Koffer packen möchte. Dass der Autor angereichert mit zahlreichen Anekdoten "dezidiert pro-taiwanisch" schreibt, geht für den Kritiker absolut in Ordnung.
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