Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Sophie, Robert und Helen - sie alle gehen zur Therapie bei Stephen Grosz. Sophie kommt zu jeder Therapiestunde viel zu spät, Robert belauscht seine Frau am Telefon, Helen hasst es, beschenkt zu werden. Stephen Grosz erzählt von diesen und weiteren Geschichten aus seiner Praxis und wie er mit seinen Patientinnen und Patienten gemeinsam darüber nachdenkt, was hinter ihrem Verhalten steckt. Immer wieder treten dabei die Hindernisse zum Vorschein, die wir uns selbst auf der Suche nach Liebe in den Weg stellen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 31.12.2025
Der britische Psychoanalytiker Stephen Grosz muss sich keineswegs hinter Oliver Sacks oder Irvin Yalom verstecken, versichert Rezensentin Andrea Gerk. Denn genauso spannend, einfühlsam und "nüchtern" sind die Fallgeschichten, die der Therapeut, natürlich verfremdet, hier erzählt, fährt die Kritikerin fort. So liest sie etwa von einem Patienten, der die Schamhaare in der Unterwäsche seiner Frau zählt, um herauszufinden, ob sie ihn betrügt. Dem Vorwurf, dass die Psychoanalyse eine "Art von Literatur" ist, trägt Grosz im besten Sinne Rechnung, findet Gerk.
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