Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.10.2002
Die Autoren dieses Bandes, 14 "profilierte" Journalisten und Wissenschaftlerinnen, hätten dieses Buch über Sterbehilfe, berichtet Lorenz Beckhardt, lieber nicht geschrieben. Doch wollten sie der immer breiter und populärer werdenden Debatte über die aktive Beihilfe zum Tod etwas entgegensetzen und gehen in 14 Kapiteln, so der Rezensent, Argumenten und Fakten gegen eine Liberalisierung der Sterbehilfe nach. Eine leichte Lektüre, warnt Beckhardt, erwarte den Leser hier nun wirklich nicht. Einmal, weil auch philosophische, historische und juristische Aspekte beleuchtet werden, zum anderen, weil es einen bei der Vorstellung von Einrichtungen, die Sterbehilfe ermöglichen oder unterstützen schon gruseln kann und die These der Autoren, dass eigentlich Schönheitschirurgie und Sterbehilfe zusammengehörten, nachdenklich stimme. Denn so wie der eine Teil die "ewige Jugend" preise, setze der andere nach Ablauf des Verfallsdatums dieser ein "zügiges" Ende, referiert Beckardt.
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