Abrechnungsskandale, Pfusch am Patienten, Forschungsrückstand, Kostenexplosion. In jahrelanger Recherche hat Wissenschaftsautor Kurt G. Blüchel das deutsche Gesundheitswesen gründlich untersucht. Seine Diagnose: Der Medizinbetrieb ist zu einem gnadenlosen Medizinsyndikat und skandalösen Unrechtssystem ausgewuchert, das nur noch mit dem organisierten Verbrechen vergleichbar ist. In seinem schockierenden Aufklärungsbericht deckt Blüchel grenzenlose Betrügereien, Raffgier und Manipulationen der weißen Halbgötter auf.
Selten sah man eine Rezensentin derart verstimmt. "Heilen verboten" sei "ein ärgerliches" Buch: "Es ist sprachlich und stilistisch schlecht", befindet Ulrike Winkelmann in den ersten beiden Sätzen ihrer Rezension, und im Folgenden bekommt man den Eindruck, sie wäre froh gewesen, wenn das alles gewesen wäre. Aber nein. Stattdessen muss sie feststellen, dass Kurt G. Blüchel zudem "historisch unsauber" gearbeitet hat: Alles, was in irgendeiner Form mit den Nazis in Verbindung zu bringen sei, werde als faschistisch abgestempelt (nach dem Prinzip: "Hitler war Vegetarier, also sind Vegetarier Faschisten"), und ordentlich recherchiert habe der Autor auch nur an den wenigsten Stellen. Auch inhaltlich sei dieses Werk ein Flop auf der ganzen Linie. Der Autor versuche, die "Machenschaften der Ärztekartelle" aufzudecken, wobei die derzeitige Debatte über die Gesundheitsreform eine gute Möglichkeit geboten hätte, durch ein solches Buch deren Hintergrund aufzuarbeiten. Doch Blüchel schaffe es nicht, einen neuen Beitrag zu dieser Debatte zu leisten und könne daher nicht einmal seine eigenen Thesen belegen.
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