Das Gesundheitswesen in Deutschland ist ohne Zweifel reformbedürftig. Die Frage ist, wohin die Reformen führen sollen: ob in die Richtung einer primär am Markt orientierten Zwei-Klassen-Medizin oder in die einer effizient organisierten und solidarisch finanzierten Gesundheitsversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Autorinnen und Autoren dieses Buches plädieren für eine "Solidarische Gesundheitspolitik". Sie analysieren die Schwachstellen des bundesdeutschen Gesundheitswesens. Statt populistischer Stichworte wie "Kostenexplosion", "Missbrauch" und "Überversorgung" liefern sie Argumente für eine vernünftige, finanzierbare und moderne solidarische Gesundheitspolitik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2002
Das solidarisch finanzierte Krankenversicherungssystem in Deutschland steht mehr und mehr auf wackeligen Beinen. Amerikanische Zustände scheint zwar niemand zu wollen, aber auch hierzulande überlegt man, wie ein Mehr an Markt erreicht werden kann, fasst Ulrike Winkelmann den Stand der Dinge in Sachen Gesundheitspolitik zusammen. Einen "kleinen Vorstoß Richtung Aufklärung" haben in diesem Zusammenhang die beiden Gesundheitssoziologen Hans-Ulrich Deppe und Wolfram Burkhardt mit ihrem Bändchen "Solidarische Gesundheitspolitik" gewagt, in dem sie mögliche "Alternativen zu Privatisierung und Zwei-Klassen-Medizin" aufzeigen wollen, freut sich die Rezensentin. Deutlich könne Deppe darlegen, lobt sie, "warum ein Mensch gerade als Patient nicht auf sein Dasein als homo oeconomicus reduziert werden kann". Zum Bedauern Winkelmanns lassen viele der anderen Beiträge an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Zu sehr zögen sich hier Experten in ihren Jargon zurück. Dabei übersehen sie, kritisiert die Rezensenten, "dass Verständlichkeit notwendige Voraussetzung für jede politische Diskussion ist."
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…