Charles Darwin hat 1859 mit seinem Werk "Ursprung der Arten" die Grundlage der modernen Evolutionstheorie gelegt. Jones macht dieses Werk neu zugänglich: Er orientiert sich am berühmten Vorbild, doch die Beispiele entstammen unserer heutigen Welt und dem neuesten Stand der Wissenschaft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.1999
Thomas Eckart schreibt weitgehend positiv über das Buch, dem er einen "blendenden Stil" nachsagt. Die Nach- und Neuerzählung der Darwinschen Lehren, so meint Eckart, sei das richtige Gegengift gegen den kreationistischen Unfug, der an manchen US-Schulen wieder gelehrt wird und glauben machen will, dass die Welt in sechs Tagen geschaffen wurde. Allerdings findet Eckart Jones` Hohelied auf die natürliche Selektion in ihren Konsequenzen zuweilen auch dubios: Ihn stört ein offensichtlich triumphaler Ton, in dem Jones die nackte "Kosten-Nutzen-Bilanz" der Evolution feiert "Vermehrt sich eine bestimmte Variante besser als andere - Treffer!" Am Ende, so Eckart, sagt uns Jones die Apokalypse an.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Gemischte Gefühle hat Thomas Weber angesichts dieses Versuchs, "Darwins Werk an den aktuellen Wissensstand anzupassen". Jones halte sich unter Heranziehung moderner Beispiele genau an die Struktur von Darwins "Entstehung der Arten", wohl auch, um Darwins Modernität zu belegen. Aber Weber findet genau diese Anlage dieses "unterhaltsamen" Buchs fragwürdig, denn sie führe dazu, dass bestimmte Entwicklungen moderner Evolutionsforschung übergangen werden. Trotzdem glaubt Weber, dass das Buch geeignet sei, zur Lektüre des Originals anzuregen.
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