Aus dem Ungarischen von Anita Ehlers. Jeder kennt Börsianersprüche wie "Ein Großteil des Handels ist Psychologie" oder "Das Kapital ist wie ein scheues Reh". Darwin-Experte Laszlo Merö zeigt in seinem Buch, warum solche Binsenweisheiten einiges für sich haben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.04.2009
Laszlo Merös Buch über die "Biologie des Geldes"hat den Literatur- und Medienwissenschaftler Jochen Hörisch absolut begeistert, der originelle, beeindruckende und erhellende Einsichten fand. Der ungarische Mathematiker und Psychologe stellt die These auf, dass nicht etwa das Geld für den Menschen arbeitet, sondern das Geld den Menschen dazu bringt, unablässig für dessen Vermehrung zu arbeiten und sich dabei wie ein auf Fortpflanzung gepoltes Lebewesen verhält, lässt der Rezensent wissen. Ungeheuer überzeugend, komplex argumentiert und dabei gut lesbar findet Hörisch das, und er wundert sich einzig darüber, dass Merö sich nicht dafür interessiert, "wie und warum" das Geld derart auf den Menschen einwirkt. Dafür aber warte er mit dem überaus faszinierenden Vergleich der Logik des Geldes mit dem "Gödelschen Unvollständigkeitssatz" auf und weise auf die religiösen Dimensionen des Geldes hin, stellt der Rezensent fest, für den dieses Buch geradezu eine "Offenbarung" darstellt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…