Mit einem Vorwort von Maja Göpel. Wie gut ist Deutschland vorbereitet, wenn Bäche zu reißenden Strömen werden, Städte in immer heißeren Sommern unbewohnbar werden oder sich das Meer die Küste zurückerobert? Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres haben in ganz Deutschland recherchiert, wie wenig Bund, Länder und Kommunen tun, um uns alle vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. Sie decken auf, wie ausgeliefert wir der neuen Klimarealität sind: Unsere Städte sind schlecht auf Hitzewellen vorbereitet, Krankenhäuser nicht ausreichend vor Stromausfällen geschützt und flussnahe Eigenheime oftmals kaum gegen Überschwemmungen gewappnet. Auch unsere Natur, Äcker und Wälder können sich nicht so schnell auf die neuen Wetterverhältnisse einstellen. Die Autorinnen zeigen konkrete Wege auf, die künftig unser Überleben sichern können - mit und nicht gegen die Natur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2022
Rezensent Timo Steppat beschleicht ein komisches Gefühl beim Lesen des Buches von Susanne Götze und Annika Joeres. Was die beiden Journalistinnen zusammentragen zum Thema Klimawandel und seinen Folgen, jagt Steppat die Angst in die Glieder. Dass die Infrastruktur in Deutschland alles andere als zukunftsfähig ist, ahnte er schon, schlimmer aber scheint ihm, und das dokumentieren die Autorinnen laut Rezensent: Wir wurschteln einfach so weiter und finden vor allem aufmunternde Worte. Dass Götze/Joeres mal recht dramatisch tönend den Föderalismus verantwortlich machen, dann aber genauso ermunternd den Willen zur Veränderung beschwören, irritiert Steppat an diesem an sich "spannenden" Buch.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 12.08.2022
Rezensent Volkart Wildermuth ist sich nach der Lektüre von "Klima außer Kontrolle" sicherer denn je: Die Klimakatastrophe ist jetzt! Und wir sind nicht darauf vorbereitet. Leider haben jedoch wie so viele auch die Autorinnen wenig konkrete Vorschläge, wie diese Vorbereitung bzw. besser gesagt: ein effektiver Umgang mit der gegenwärtigen Katastrophe aussehen kann. Besonders in den knappen und oft vage formulierten "Was können wir tun?"-Abschnitten lassen es Susanne Götze und Annika Joeres so klingen, als wäre ein Wandel im Wohlfühl-Modus noch möglich. Dabei zeigen sie in ihren Analysen selbst, gestützt durch zahlreiche eindrückliche Beispiele, dass die Klimakatastrophe sowie auch die nötigen Reaktionen darauf nicht mehr ohne harte Konflikte und schwere Verluste ablaufen werden, so der abwägende Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.08.2022
Christoph von Eichhorn packt der Schrecken, wenn Susanne Götze und Annika Joeres berichten, wie wenig deutsche Kommunen auf den Klimwandel vorbereitet sind oder wie falsch. Das Buch erscheint ihm als wichtiger Beitrag zum Klimadiskurs, zeigt es dem Leser doch glasklar, wie wenig die Anpassung an die Klimaveränderungen bisher vorangeschritten ist. Dass es mit mehr Bäumen und Rückhaltebecken nicht getan ist, ahnt der Rezensent schon. Was ist mit dem Bevölkerungsschutz? fragt er sich. Auch hier decken die Autorinnen des Bandes die Lücken auf.
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