Seit fast einem halben Jahrhundert dominiert Valentino die italienische Haute Couture und kleidet die reichsten und berühmtesten Frauen ein. 1959 eröffnete er sein Modeatelier in Rom und erreichte bereits wenige Jahre später den Gipfel des Ruhmes; Elizabeth Taylor, Jackie Kennedy und Audrey Hepburn zählten zu seinen Verehrerinnen. Obwohl er sich 2007 aus dem Geschäft zurückzogen hat, gehört sein Label nach wie vor zu den berühmtesten der Welt und wird von der Top-Prominenz getragen, von Gwyneth Paltrow bis J. Lo. Valentino hat nie seinen typischen Stil verraten, auch nicht, als Grunge, Dekonstruktion und andere kurzlebige Trends angesagt waren. Dieser Band würdigt die ungewöhnliche Karriere Valentinos mit einer umfangreichen Auswahl an Bildern aus den Archiven des Couturiers, darunter auch Zeichnungen, Aufnahmen für Zeitschriften, Anzeigen, Valentino-Porträts und dokumentarische Fotografien. Das chronologisch präsentierte Bildmaterial wird durch zahlreiche Zeitungsartikel und Zeitschriftenbeiträge ergänzt, die im Laufe der Jahrzehnte über Valentino erschienen sind. Alles zusammen ermöglicht einen detaillierten Blick auf den Menschen, sein Leben und sein Schaffen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.07.2025
Rezensent Thorsten Jantschek entdeckt im von Armando Chitolina und Matt Tyrnauer verfassten Buch über Valentino den unbedingten Wunsch des Modemachers nach Schönheit. Dass Valentino dabei jenseits aller Gegenwartsdiskurse operierte, wird Jantschek ebenso klar. Die opulenten Fotostrecken im Band erscheinen ihm wie aus einer anderen Welt. Das aus Fotos, Zeichnungen und Texten von Lagerfeld oder Sophia Loren sich zusammensetzende Lebenswerk Valentinos erscheint Jantschek hier als glamourös, geprägt von Hollywood und der Oper, aber auch als hoffnungslos anachronistisch.
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