Sybille Hein, Marjaleena Lembcke

Ein Märchen ist ein Märchen ist ein Märchen

(Ab 8 Jahre)
Cover: Ein Märchen ist ein Märchen ist ein Märchen
NP-Buchverlag, St. Pölten 2004
ISBN 9783853262856
Gebunden, 125 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Eines Morgens geht gar nichts mehr. Der König sitzt wie jeden Tag gemütlich beim Frühstück und will sich ein Marmeladebrot schmieren, doch mitten in der Bewegung bleibt er stecken. Als er seinen Diener Ludwig ruft, rührt sich der nicht vom Fleck. Auch seine Frau reagiert nicht. Was ist denn da bloß los? Tja, der Schriftsteller durchlebt eine schwere Schaffenskrise und ist ratlos vom Schreibtisch aufgestanden. Seine Märchenfiguren überlässt er mir nichts, dir nichts ihrem Schicksal.
Doch so einfach lassen sich die Herrschaften nicht zur Untätigkeit verdammen. Der König, die Königin und Prinzessin Rosarot beschließen, sich auf die Suche nach ihrem Autor zu machen. Sie betreten eine ihnen völlig fremde Welt, in der es Menschen gibt, die nicht ihre Sprache sprechen, die merkwürdig gekleidet sind und - das Seltsamste überhaupt - sie nicht wahrzunehmen scheinen. Schon bald aber treffen sie auf Wesen, die aus anderen Texten des Schriftstellers stammen, wie zum Beispiel den Jungen von Seite 13. Offenbar war das nicht die erste Schreibkrise ... Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem geplagten Schriftsteller, den sie schließlich im unheimlichen Schloss des Grafen von Eselsbrücken wiederfinden. Mit Witz und Charme gelingt es ihnen, sich und den Schriftsteller von dort zu befreien und gemeinsam zurückzukehren an den Schreibtisch, also in das Märchen ... Und wenn sie nicht gestorben sind, dann ...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.11.2004

Ironie, kindgerecht - geht das? Und wie, freut sich Katrin Schultze. Denn Ironie ist ja kein Intelligenztest, sondern ein Schubser für die Wahrnehmung. Wenn also der Diener die königlichen Toast-Scheiben nicht mit Konfitüre bestreicht, weil der Schriftsteller einen writer's bloc hat, dann müssen Kinder das nicht intellektuell durchleuchten, sondern "stolpern, sich gehörig wundern und anregen lassen". Schultze ist sich sicher, dass dieses Buch die gewünschte Reaktion hervorrufen wird, denn es stecke "voller Phantasie und Liebe zum Nonsense". Viel Vergnügen mit "Sprachspielen, Binnenerzählungen und frechen, modernen Dialogen" wünscht sie den jungen Lesern. Und den Eltern versichert sie: Das geht!
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