Zeit ist die zentrale Ressource unserer Gesellschaft. Doch sie steht nicht allen gleichermaßen zur Verfügung. Teresa Bücker, eine der einflussreichsten Journalistinnen in Deutschland, macht konkrete Vorschläge, wie eine neue Zeitkultur aussehen kann, die für mehr Gerechtigkeit, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2022
Ein Buch mit Schlagkraft annonciert Rezensent Niklas Elsenbruch mit Teresa Bückers Streitschrift. Wie Elsenbruch darstellt, beklagt die feministische Journalistin darin nicht nur Überarbeitung und Dauerstress, sondern sieht das aus dem Ruder laufende Zeitmanagement als Übel der modernen Gesellschaften. Sie bezieht sich dabei auf Frigga Haugs Grundmodell der Vier-in-einem, erklärt der Rezensent: Jedem Menschen sollten am Tag vier Stunden Zeit für Erwerbsarbeit, Sorgearbeit, Selbstfürsorge und gesellschaftspolitisches Engagement zur Verfügung stehen. Für Elsenbruch ist völlig klar, wie anders das gesellschaftliche Miteinander bei einem solchen Modell aussehen würde - verglichen mit einer Gesellschaft, in der achtzig Prozent der Menschen angeben, keine Zeit für gesellschaftliches Engagement zu haben, und ein Drittel aller Kinder meint, ihr Vater hätte zu wenig Zeit für sie, und in der allein von den geleisteten Überstunden 900.000 neue Jobs geschaffen werden könnten.
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