Aus dem Finnischen von Elina Kritzokat. Der Urlaub in Lappland soll die lang ersehnte Erholung für Karo und Risto bringen. Doch dann kommt es zu einem Autounfall und die beiden sitzen fest, in einem Hotel namens Arctic Mirage. Leicht verletzt und noch halb unter Schock bewegen sie sich sehr unterschiedlich durch die luxuriöse Anlage inmitten der Schneelandschaft. Während Karo das Gefühl hat, in einer Falle zu sitzen, scheint Risto die Situation geradezu zu genießen: Er flirtet mit den Hotelangestellten, plant Freizeitaktivitäten und lässt sich von Karos seltsamer Stimmung nicht beirren. Bis die beiden sich plötzlich als Feinde gegenüberstehen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.03.2024
Terhi Kokkonens Debütroman lässt sich zweifelsohne dem Genre der "Eheeskalationsliteratur" zuordnen, hält Rezensent Peter Urban-Halle fest, hebt sich aber durch sein raffiniertes Beziehungs- und Gefühlsgeflecht von ähnlichen Büchern ab. Karo und Risto wollen in die Berge fahren, um ihre Ehe zu retten, erfahren wir, auf dem Weg haben sie aber einen Unfall und bleiben auf Anraten eines Arztes länger im Hotel. In der Woche, die sie dort verbringen, offenbart sich für Urban-Halle, dass beide Protagonisten einiges an psychischen Schwierigkeiten mit sich herumtragen, Karo hat Angstzustände, Risto unterdrückt seine Frau am laufenden Band. Hass und Liebe wirken dabei zusammen, ohne dass Kokkonen moralische Urteile fällt, hebt der Urban-Halle hervor. Letzten Endes befreit sich Karo aus ihrem Opfer-Dasein - indem sie zur Täterin wird, schließt der beeindruckte Kritiker.
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