Herausgegeben von Wolfgang Bergmann. 40 Jahre DDR-Theatergeschichte in ihren großen Momenten und in ihren Widersprüchen, erzählt aus unterschiedlichen Blickwinkeln von Protagonisten dieser Bühnenrepublik.Das Begleitbuch enthält die vollständigen Interviews mit allen 14 Gesprächspartnern, die für die große Fernsehdokumentation befragt wurden: die Schauspieler Ursula Karusseit, Jutta Wachowiak, Hans-Peter Minetti und Henry Hübchen; die Regisseure Benno Besson, Albert Hetterle, B. K. Tragelehn, Christoph Schroth, Peter Sodann und Frank Castorf; der Dramatiker Christoph Hein, der Kritiker Martin Linzer sowie der Anwalt und Theatergänger Gregor Gysi. Außerdem ein ausführlicher Beitrag der beiden Autoren zur DDR-Theatergeschichte im Überblick, vom Prolog nach dem Krieg bis zum Epilog nach dem Mauerfall.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.05.2004
In ihrem Buch über das DDR-Theater machen sich die Autoren Thomas Irmer und Mathias Schmidt weder zu "Verteidigern noch zu Anklägern" der Bedingungen, stellt Thomas Leuchtenmüller fest. Ihm gefällt das Buch, das aus einem Dokumentarfilm für das ZDF entstanden ist und das das Thema in Aufsätzen und 13 Gesprächen mit Schauspielern, Regisseuren und Autoren vertieft. Die Befragten lassen sich in zwei Gruppen einteilen, nämlich diejenigen, die Theaterarbeit in der DDR beschönigen und die, die bereit sind, das "weniger Gute" zu sehen, stellt der Rezensent fest. Dennoch wird bei der Lektüre des Buches sehr deutlich, dass die DDR entgegen der landläufigen Meinung vom "Theaterparadies" wohl eher eine "Theaterhölle" war, in der man sich nur "nach cleverer Einfügung in unmenschliche Strukturen" halten konnte, so Leuchtenmüller zustimmend.
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