Thomas Jonigk

Vierzig Tage

Roman
Cover: Vierzig Tage
Droschl Verlag, Wien 2006
ISBN 9783854207009
Gebunden, 160 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Der virile, gut aussehende mutmaßliche Vatermörder trifft auf den gütig-gelassenen, hässlichen Kriminalkommissar und wird süchtig nach dessen Geschichten und Gleichnissen. So wie der Roman sein Gesicht wechselt von der zynischen Darstellung eines restlos entfremdeten Sexualneurotikers über die Krimi-Parodie zur psychotherapeutischen Selbstfindung , so verändert sich auch die Identität des Helden: wer ist das, der da am Schluss, Arm in Arm mit dem froschgesichtigen Mädchen, gemeinsam mit anderen glücklichen Paaren in die Arche geht? Ein schmerzhafter, furchtbar komischer Roman über Verwundungen und Narben, Welthaltungen und Schuld und Sühne, und gleichzeitig ein großes literarisches Vergnügen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2007

Catherine Newmark musste sich erst durch einige Körperflüssigkeiten zum poetischen Kern des Buches durchkämpfen. Dort angekommen, fühlt sie sich ganz ausgezeichnet. Zwar muss Newmark für ihr Rezensentinnenglück diesmal "weniger nahe an die Ekelgrenze" gehen als bei Thomas Jonigks erstem Roman, ganz ohne unappetitliche Szenen und moralische Torturen kommt sie trotzdem nicht davon. Mit einer guten Portion Masochismus gelingt es Newmark, sich durch die Zusammenhanglosigkeit eines, wie sie glaubt, bewusst zäh und geradezu unlesbar gehaltenen Textes zu kämpfen, den sie lieber keinen Roman nennen möchte. Dann aber, Wunder, wandelt sich die "Ästhetik des Ekels" in eine "fast liebevolle" Ästhetik des Lächerlichen und die geschilderte Apokalypse bekommt ein paar Lichtpunkte.
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