Thomas Kapielski

Je dickens, destojewski!

Ein Volumenroman
Cover: Je dickens, destojewski!
Suhrkamp Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783518126943
Kartoniert, 485 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Dieses Buch handelt von Liebe, Mord und Totschlag (mit gleich zwei Kommissaren) und bietet noch dazu umfängliche Reiseliteratur. Es erzählt von Ernst Wuboldt und seinem Mentor, dem Pohlen. Von Spindel, einem zarten, und Murmel, einem festen Wesen, teils Mätressen, teils Gespielinnen des Wuboldt. Eine Frau namens Bucker wird am Scheitelpunkt des Buches wie Schicksal über ihn kommen. Spielorte sind einesteils Spandau, anderenteils Bamberg. Die Spandower Romanbelegschaft bilden der Bibliotheksdiener Hans (Hansi) Johann Gottfried Hekel, der Reformhausbetreiber Fritz Lamberti, ein Schweiger namens Schramm sowie der Oberhauptkommissar Kräuter; sie tagen im Gasthaus Büttelmann am Rundtisch.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.01.2015

Jörg Magenau ist ganz froh, wenn er auf der letzten Seite des Buches angekommen ist. Dass zu einem Roman mehr gehört als bloßes Volumen, Plausibilität etwa, Verknappung, Präzision, weiß er nach dieser Lektüre umso besser. Bei Thomas Kapielski sucht er all das vergebens. Stattdessen nervt ihn der Autor mit seiner Abneigung gegen alles Romanhafte und einer Romanspielerei, die Magenau in den 80ern noch für Avantgarde gehalten hätte, die ihn heute aber vor allem ermüdet und ein bisschen unterhält mit bösem Witz und viel Gerede und noch mehr Stammtischbieren. Ein Antiroman, meint Magenau, ein heiterer, also schön.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.08.2014

Ein Roman? Aber ja, meint Lorenz Jäger. Was Thomas Kapielski hier vorlegt, ist nicht nur literarische Selbstreflexion at its best, sondern auch thematisch derart weit gefächert, versichert der Rezensent, dass dem Leser die Ohren schlackern: Untergang des Abendlandes, Zukunft, Kunst, Bier. Gut bloß, dass Kapielski Figuren, wie die Susi und die Vreni im Programm hat. Die, so Jäger, sorgen dafür, dass Kapielskis Anliegen, die Identität von Philosophie und Stammtisch, auch umgesetzt wird zwischen Bamberg und Berliner Westend. Romantheoretisch hat der Rezensent mit diesem Buch darüber hinaus jede Menge zu kniffeln.
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