Dieser großformatige Band bietet Handschriftenfaksimiles von 100 Autorinnen und Autoren deutscher Sprache aus 450 Jahren: vom ersten leidenschaftlichen Impuls der Feder bis zur eigenhändig überarbeiteten Schreibmaschinenabschrift, vom Stammbuch- oder Albumblatt bis zur herausgerissenen Kontobuchseite.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Thomas Kapielski ist angetan, wenn er auch nicht so recht weiß, warum. Ein "Prunkstück" sei das Buch, aber irgendwie auch spannend - zumindest bis die Moderne in Gestalt von Heinrich Böll und Sarah Kirsch hereinbricht. Das sind offenbar Autoren, die er nicht sonderlich schätzt. Die Handschriften vor 1850 findet Kapielski dafür allesamt "bezaubernd". An Ende nutzt er dann noch die Gelegenheit, gegen die Rechtschreibreform Stimmung zu machen: "Unsere Besten ... schreiben ausschließlich mit ß!"
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…