Aus dem Englischen von Anna Wehofsits. Thomas Pogges Buch erklärt, warum viele Wohlhabende der Ansicht sind, keine Verantwortung für die Beseitigung der Weltarmut tragen zu müssen, obwohl eine Einkommensverschiebung moralisch zwingend scheint. Die Theorien der Vermögenden koppeln sie scheinbar von der Armut im Ausland ab. Pogge beseitigt diese Illusion und schlägt einen realistischen Standard globaler ökonomischer Gerechtigkeit vor.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.05.2012
Was es wohl zu bedeuten hat, das ausgerechnet ein Buch, das der Rezensent als eines der weltweit meistbeachteten politikphilosophischen Bücher bezeichnet, erst zehn Jahre nach seinem Erscheinen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt wird? Zumal der Autor Deutscher ist. Der Verdienst Thomas Pogges steht für den Rezensenten Michael Schefczyk außer Zweifel. Der Rawls-Schüler (und Überwinder), so erklärt Schefczyk, geht anders als sein Lehrer vom Individuum aus, und er macht das engagiert, fordernd, leidenschaftlich. So kommt es, dass der Rezensent keine abstrakte Abhandlung zum Thema Gerechtigkeit in Händen hält, sondern einen von der Erkenntnis des Skandals der globalen Armut befeuerten Aufruf an die reichen Länder, endlich die Verantwortung zu übernehmen. Dass ein Verhindern des dauernden Massensterbens möglich ist und zudem mit moderaten Mitteln, lernt der Rezensent von Pogge. Verbrauchssteuer und kluge Einbindung der Pharmaindustrie, so Schefczyk, empfehle der Autor. Seine Analysen und Reformvorschläge seien geeignet, uns aus dem moralischen Tiefschlaf zu reißen!
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