Thomas Straubhaar

Der Untergang ist abgesagt

Wider die Mythen des demografischen Wandels
Cover: Der Untergang ist abgesagt
Edition Körber-Stiftung, Hamburg 2016
ISBN 9783896841742
Gebunden, 206 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Irgendwann wird Deutschland entvölkert sein. Nur in den Großstädten werden noch junge Menschen leben - alle mit Zuwanderungsgeschichte. Greise irren durch verwaiste Dörfer auf der Suche nach blühenden Landschaften. Das ist - überspitzt - das Untergangsszenario, das Medien und Meinungsmacher gern propagieren - und das nach der Diagnose des Volkswirts Thomas Straubhaar unhaltbar ist. Mit Leidenschaft und Fachkenntnis entlarvt er gängige Prognosen des demografischen Wandels als Mythen. Zwar birgt der demografische Wandel ernstzunehmende Probleme. Er bietet aber auch Chancen. Die Risiken zu minimieren und die Chancen zu nutzen, wird die gesellschaftliche und politische Herausforderung der nächsten Jahrzehnte sein. Keine einfache Aufgabe, aber eine durchaus lösbare, betont der renommierte Ökonom. Denn es ist die unberechtigte Angst vor dem demografischen Wandel, die uns lähmt und daran hindert, die Zukunft positiv zu gestalten. Thomas Straubhaar setzt gegen den grassierenden Pessimismus Entmythologisierung, Selbstvertrauen und Vernunft: Als stabile Demokratie und gesunde Volkswirtschaft kann Deutschland den Wandel gestalten. Der Untergang ist abgesagt!

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2016

Aha, der Untergang ist also abgesagt. Zwei Jahre nach dem Tod eines seiner Künder, des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher nämlich, begrüßt Rezensent Christian Schwägerl, dass der Autor der vorliegenden Studie, das "Mantra vom demografischen Niedergang" in Frage stellt. Schwägerl ist bereit, den Thesen Straubhaars weitgehend zu folgen. Dieser mache glaubhaft, das demografische Prognosen oft nicht so akkurat seien wie erhofft, und er entwickle "optimistische Perspektiven" ohne die Grundannahme einer in Deutschland schrumpfenden und alternden Bevölkerung nun völlig einzukassieren. Es gibt auch Unklarheiten in Straubhaars Darlegung, moniert Schwägerl, besonders in der Frage, ob Zuwanderung nun wünschenswert sei oder nicht. Aber alles in allem gibt der Rezensent eine eindeutige Leseempfehlung. Dem Statistischen Bundesamt empfiehlt er nach der Straubhaar-Lektüre, offenere Prognosemodelle zu entwickeln.
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