Seit über 20 Jahren geht Till Mayer auf seine "Dunklen Reisen". Rund 80 große Reportagen sind in der Zeit entstanden, zahlreiche Ausstellungen, mehrere Bücher. In seinem neuesten, seinem bislang persönlichsten, gibt er nun Auskunft über manche Hintergründe, auch über seine Gefühle auf seinen Recherchereisen. In 13 verschiedene Staaten von Kolumbien bis Nepal, vom Südsudan bis nach Tschechien und immer wieder in die Ukraine führen uns seine Berichte über menschliche Grenzsituationen.
… So löst Till Mayer ein, was von den Medien immer wieder gefordert wird: Nachhaltigkeit. Seine Bilder, seine Texte heben in der alltäglichen Berichterstattung Vernachlässigtes ins Bewusstsein, illustrieren das, was aus den Schreckensmeldungen von gestern heute wurde - und bleiben in Erinnerung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.04.2019
Werner Hornung muss einiges aushalten beim Lesen der Texte und Anschauen der Fotos des Journalisten Till Mayer. Was der Autor und Fotograf von seinen Reisen in Krisengebiete mitbringt, deutet Hornung als erschreckende Zeugnisse von Gewalt und Verrohung in Kriegs- und Krisenzeiten. Dass sich Mayer ohne Zynismus für die Langzeitfolgen von Konflikten rund um den Erdball interessiert, findet Hornung bemerkenswert. Das Buch bildet laut Rezensent einen Querschnitt von Mayers Arbeit, enthält Schwarz-Weiß-Fotos und informative Begleittexte. Erstaunlich findet der Rezensent, wie nah Mayer den Menschen kommt und wie einfühlsam er ihnen begegnet.
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