Peanuts, Batman, Tim und Struppi - Comics sind ein Universum für sich. Ein Universum, in dem fantastische Geschichten wahr werden, in dem Zeitreisen möglich sind, in dem geheimnisvolle Erotik und große Kunst uns die Welt vergessen lassen. Die einen von uns reisen durch diese Unendlichkeit, seit sie denken können, während andere den Raumanzug an den Nagel gehängt haben. Und manche blicken nur verständnislos in einen Himmel voller Bilder, der immer ein Mysterium für sie war. Mit dem "Comicverführer" nimmt Timur Vermes uns mit in sein ganz persönliches Comicuniversum.
Man muss Timur Vermes die Deutungshoheit zugestehen, wenn er die zeitgenössische Comicszene mehr kommentiert als analysiert, findet Rezensent Christoph Haas. Um andererseits hervorzuheben: Der Bestsellerautor ist ein echter Aficionado der Comicwelt, die er kenntnisreich präsentiert und sich dabei ausführlich auch der zweiten Reihe hinter Lucky Luke und Asterix widmet. Gefallen hat Haas außerdem, dass Vermes eine Erzählhaltung gewählt hat, mit der er die Leser direkt und schnodderig anspricht. Skeptisch ist der Rezensent allerdings, ob das Buch für Einsteiger geeignet ist, denn wer die Klassiker nicht kennt, könne sich zwischen Namen, Genres und Themen leicht verirren. Hätte der Verlag Vermes und anschaulichen Abbildungen mehr Raum gegeben, bedauert Haas, wäre der Nutzen letztlich noch größer gewesen.
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