3 CDs mit 164 Minuten Laufzeit. Gelesen von Christian Kracht. Hier wird auf unnachahmliche Weise die Geschichte der rätselhaften, unschuldig-verruchten Holly Golightly, die aus der tiefsten Provinz nach New York kommt, die Stadt und viele ihrer Bewohner unsicher macht und zu guter Letzt mysteriös aus dem Gesichtskreis all derer verschwindet, die das berückende Nachtschattengewächs lieben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2007
Christian Krachts Lesung von Truman Capotes "Frühstück bei Tiffany" scheint Rezensent Wolfgang Schneider insgesamt eher mittelprächtig. Uneingeschränkt glücklich ist er über die Wahl von Heidi Zernings Neuübersetzung. Gefallen hat ihm der Vortrag immer dann, wo Kracht die Erinnerungen des Erzählers an Holly Golightly und die Anfänge eines Schriftstellerlebens spricht. Stimmig findet er hier den "andächtig leisen Ton", den Kracht anschlägt. Weniger gelungen sind für ihn die Dialoge, in denen die ausgelassene, übersprudelnde Holly spricht. Diese wird seiner Ansicht nach bei Kracht einfach nicht lebendig. Überhaupt hätte er sich gewünscht, der Vorleser hätte sich etwas weniger zurückgenommen, klingen doch alle Figuren gleich, so als "hätten sie einen kräftigen Schluck vom selben Schlaftrunk genommen".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.04.2007
Ach nein, winkt Rezensent Martin Z. Schröder ab, was sollen ausgerechnet bei Truman Capote dieser "asexuell" geflüsterte Text. Schließlich seien da diese bekannt "schrägen" Typen und nicht weniger "auffälligen" Vergleiche bei Capote, die förmlich nach theatralischer Inszenierung verlangten. Einen "Charakterdarsteller" hätte der Rezensent sich gewünscht, und gerne auch einen etwas älteren, mit Charakter halt. So aber müsse der Hörer sich bei Truman Capotes "Frühstück bei Tiffany" richtig anstrengen, bei der gleichförmig gesäuselten Lesung keine Langeweile aufkommen zu lassen.
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