Aus dem Amerikanischen von Henriette Zeltner und Sylvia Bieker. Ein Wunder muss her. Tru hatte die Hoffnung, dass das Leben mit seiner Mutter in New York City endlich perfekt und aufregend würde. Doch es kommt alles ganz anders … Tru ist nicht nur traurig, er ist geradezu unglücklich und beschließt, zurück nach Monroeville zu fliehen, zurück zu Nelle, der einzigen Freundin, die er je hatte. Aber auch dort läuft anfangs einiges schief. Überall, wo er hinkommt, scheinen schlimme Dinge zu passieren. Die einzige Erklärung ist für ihn: Er muss verflucht sein. Doch nun steht Weihnachten vor der Tür, und Tru wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Aber dafür braucht es ein Wunder, damit dieser Wunsch in Erfüllung geht. Glücklicherweise ist Weihnachten ja bekanntlich das "Fest der Wunder" … Tru und Nelle basiert auf der wahren Freundschaft von Truman Capote und Nelle Harper Lee und auf realen Begebenheiten - von zärtlichen persönlichen Momenten bis hin zur schrecklichen Wahrheit des Lebens in den USA in Zeiten der Rassentrennung. Auch heute noch hochaktuell!
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.12.2021
"Bullerbü trifft auf Südstaatendrama", jubelt Rezensentin Kim Kindermann, die auch den zweiten Teil von Greg Neris Kinderbuch zur Lebensgeschichte der beiden Nachbarskinder Truman Capote und Nelle Harper Lee wärmstens empfiehlt. Begeistert lässt sich die Kritikerin mitnehmen ins amerikanische Städtchen Monroeville, erlebt, wie Tru und Nelle den kaputten Elternhäusern mit Sherlock-Holmes-Spielen entfliehen, erfährt aber auch von Rassismus und Gewalt im Amerika der dreißiger Jahre. Wie Neri all das in viele kleine spannende Geschichten packt und dabei Fakten und Fiktion gekonnt verknüpft, findet die Rezensentin grandios. Das umfangreiche Glossar am Ende rundet das Buch perfekt ab, schließt Kindermann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.11.2021
Rezensent Siggi Seuss erfreut sich an der weihnachtlichen Fortsetzung des Romans "Tru & Nelle" von G. Neri. Der amerikanische Autor erzählt darin von den Kindheiten Truman Capotes und Nelle Harper Lees, die, nachdem sie sich in ihren Ferien im Jahr 1935 in Monroeville anfreundeten, 1937 erneut aufeinandertreffen, auch wenn der aus einer Kadettenanstalt geflohene Truman dort nur noch Schutt und Asche anstelle seines Familienanwesens auffindet, beschreibt Seuss. Der Autor kann dem Rezensenten zufolge sehr gut erzählen und die deutsche Übersetzung sei ebenfalls einwandfrei. Hier verschmelzen Fiktion und reale Ereignisse so geschickt, dass die Erzählung den frühen Leben der zwei großartigen Autoren durchaus gerecht werden kann, schließt Seuss.
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