Mit 140 Farbbildern und zahlreichen Illustrationen. Der Jemen - das arabisch-islamische Märchen aus Tausendundeiner Nacht - wandelt sich zu einem modernen Staat mit der einzigen wirklich freien Demokratie der Arabischen Halbinsel. Der Jemen ist in Aufbruchstimmung: Getrieben von einer zur Hälfte unter sechzehn Jahre alten Bevölkerung, die mit herkömmlichen Methoden nicht mehr ernährt werden kann, deren Väter die Moderne auf den Erdölfeldern in Saudiarabien oder den Golfstaaten gesehen und deren Mütter den Hauch einer Bildung erfahren haben. Die Forschung muss auf Hochtouren laufen, um dieses Kulturerbe festzuhalten, bevor seine Spuren durch die unglaublichen Veränderungen der Gegenwart verwischt werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.09.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "vk" legt dieses Buch nicht nur Jemen-Reisenden mit Nachdruck ans Herz. Mit großer Begeisterung weist er darauf hin, dass der Autor hier "auf nur 150 Seiten derart reich, leicht eingängig, breit und dennoch wohlfundiert" ein überaus anregendes Bild vom Jemen gezeichnet hat. Besonders gefällt dem Rezensenten offensichtlich, dass Brunner ganz verschiedene Aspekte berücksichtigt: So erfahre man als Leser nicht nur Interessantes über geografische Besonderheiten, sondern ebenso über Ethnologisches, über die verschiedenen Siedlungs- und Baustile, Landwirtschaft, über Rituale und Stammesgesellschaften oder auch Geschichte des Landes. Zwar deutet der Rezensent an, dass er sich bisweilen eine "kritischere Auseinandersetzung" gewünscht hätte, so etwa bei der Frage, wieso der Anbau der Droge Kat "fast die Hälfte des Landwirtschaftsertrages" ausmacht. Letztlich hält "vk" den Band andererseits jedoch für so gelungen, dass er über dieses Manko nicht allzu enttäuscht ist.
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