"Chiapas" - ; seit fünf Jahren wird "der erste Aufstand des 21. Jahrhunderts" auch hierzulande kontrovers diskutiert. Umfassendere Analysen fehlen jedoch bislang. Die vorwiegend mexikanischen AutorInnen des vorliegenden Bandes reflektieren daher verschiedene Facetten des Aufstandes genauer: Es geht um seine zentralen Gründe und Inhalte, seine Chancen und Grenzen wie auch um die Bedeutung der Frauen im Aufstand und um den Kampf um biologische Ressourcen.
Für eine Auseinandersetzung mit dem Neoliberalismus ist dieses Buch sicher wertvoller, als die Lafontaine-Biografie, meint Bodo Kanzleiter. Er weist darauf hin, dass Herausgeber und Autoren zumeist aus einem Spektrum "der akademischen Solidaritätsbewegung" mit den Zapatistas stammen. "Pathetische Unterstützungsbekundungen" sind jedoch die Ausnahme, verspricht Kanzleiter. Überraschend findet er bei den Zapatistas den immer wieder auftauchenden Begriff der "Würde", ein Wort, dass Kanzleiter mit der Kirche assoziiert. Erst die Definition des Politologen John Holloway macht ihm diesen Begriff politisch plausibel: Holloway hält Würde für die "Kehrseite dessen, was Marx Entfremdung genannt hat".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider…