Zarin Katharina II. wollte die Insel für ihre Flotte erwerben. William Shakespeare siedelte auf ihr sein Drama Der Sturm an. Ariosto ließ seinen Rasenden Roland an ihrem Strand kämpfen. Hunderte Soldaten Mussolinis ergaben sich 1943 widerstandslos einem englisch-jüdischen Piloten, der auf der Insel notgelandet war. Der italienische Romancier Tomasi di Lampedusa verspottete die Insel, deren Namen er trug. Und seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Lampedusa für zehntausende Flüchtlinge zu einer Insel der Hoffnung geworden. Ulrich Ladurner hat sich aufgemacht, diese schroffen Felsen mitten im Meer zu erforschen er fand Zeugnisse aus dem Herzen europäischer Geschichte und Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.07.2014
Freundlich bespricht Thomas Schmid diese Buch seines Kollegen Ulrich Ladurner, der die Geschichte Lampedusas als lockeren Streifzug durch Vergangenheit und Gegenwart beschreibt. Ladurner, so erfahren wir von Schmid, erzählt von marodierenden Johannitern, von umfassender Abholzung und anderen historischen Episoden, die man mit der kleinen Insel verbindet, aber auch von ihren literarischen Würdigungen bei Shakespeare, Ariost und Giuseppe Tommasi. Ladurners Mäandern in Raum und Zeit findet der Rezensent charmant.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2014
Nicht alles, aber eine Menge über Lampedusa erfährt Karl Hoffmann in Ulrich Landurners Inselführer. Der Autor hat die Insel mehr als einmal besucht und hat vor allem nicht nur die Flüchtlinge im Blick gehabt, die in der Presse stets mit dem kargen Eiland in Verbindung gebracht werden. Vom Autor lernt Hoffmann über die Inselhistorie, über die Inselhöhlen und die sich immer wieder an dem Fels im südlichen Mittelmeer entzündenden Fantasien. Zitate von Pasolini, Cervantes und anderen schmücken den Band laut Rezensent und ein Hauch von Seefahrerabenteuer und Mythos.
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