Ein Gespenst geht um in der deutschen Hochschulpolitik. "Harvard" heißt es in der Exzellenzdebatte, "amerikanische Verhältnisse" im Kampf gegen Studiengebühren. Alle malen sich ihr eigenes Bild von den Hochschulen in Amerika, mal rosarot, mal pechschwarz. Ulrich Schreiterer zeigt, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen. In seinem Buch skizziert er die Rolle der Hochschulbildung für den American Dream, untersucht charakteristische Merkmale öffentlicher und privater Universitäten in den USA und zeigt, wie Elite- und Massenausbildung friedlich koexistieren. Nicht zuletzt geht er der Frage auf den Grund, wie es den Amerikanern gelingt, so viele Ressourcen für ihre Hochschulen zu mobilisieren und ihnen einen prominenten Platz in ihrer Gesellschaft zu geben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.04.2009
Sehr instruktiv findet Rezensent Hans Ulrich Gumbrecht dieses Buch über amerikanische Hochschulen, das Ulrich Schreiterer vorgelegt hat. Er findet darin eine Fülle von Informationen, die dazu geeignet sind, die in Europa diesbezüglich vorhandenen Vorurteile zu revidieren. Lobend äußert er sich über die detaillierte und prägnante Darstellung der vielfältigen amerikanischen Hochschullandschaft und die Unterschied zu europäischen Universitäten. Zudem bescheinigt Gumbrecht ihm einen fairen transatlantischen Vergleich sowie respektable politische und historische Urteilskraft. Dennoch vernimmt er bei Schreiterer einen Ton von "Provinzialität", der für ihn weniger mit der "stilistischen Ungelenkigkeit" des Autors zu tun hat als mit dessen Tendenz, "die deutschen Verhältnisse als Maß des Normalen anzusehen".
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