Ulrike Kuckero

Das Ende der Stille

(Ab 12 Jahre)
Cover: Das Ende der Stille
Thienemann Verlag, Stuttgart 2004
ISBN 9783522176453
Gebunden, 221 Seiten, 13,90 EUR

Klappentext

Leise schließt Antonia den Deckel und verhüllt das Klavier wieder. Dass sie es entdeckt hat, muss geheim bleiben. Denn in ihrer Familie gibt es keine Musik. Niemand hört sie, keiner spricht darüber. Doch wer hat auf diesem alten Klavier gespielt? Warum steht es im Keller versteckt? Und wer ist auf den vergilbten Fotos abgebildet? Antonia sucht nach Antworten. Und stößt dabei auf etwas, worüber ihre Familie lieber schweigen will.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.03.2004

Die Rezensentin Gerda Wurzenberger kommt zu einem gemischten Fazit über dieses Buch, in dem es um die Bewältigung eines dunklen Kapitels der Familiengeschichte aus Sicht eines Teenagers geht. Einerseits findet sie die Erzählperspektive sehr authentisch: "Ganz aus der Sicht der 13-Jährigen schildert die Autorin deren Anrennen gegen eine Mauer des Schweigens", die um den Tod ihres Onkels gebaut wurde. Auch die Begeisterung des Mädchens für Musik trotz aller Widerstände aus ihrem Elternhaus kommt überzeugend daher. "Vor lauter Musikbegeisterung vernachlässigt die Autorin allerdings zeitweise den von ihr intendierten Realismus. So wirkt die totale Absenz von Musik im Alltag einer Dreizehnjährigen im Jahr 2000 wenig glaubhaft", moniert die Rezensentin. Und die Moral von der Geschichte bietet in den Augen der Rezensentin wohl auch viel Neues: "Am Ende jedenfalls wissen wir, wie erfüllend Musik sein kann und dass verdrängte Schuldgefühle viel Schaden anrichten können".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.03.2004

Als einen Entwicklungsroman über das Ende der Unfähigkeit mit Trauer umzugehen, beschreibt Simone Leinkauf den Roman Ulrike Kukeros, der die Geschichte des pubertierenden Mädchens Antonia erzählt, das ein Familiengeheimnisse lüftet und infolge dessen die Metamorphose von einer "in Schweigen erstarrten Raupe" zu einem "musikalischen Schmetterling" vollzieht. Was das genau zu besagen hat, bleibt Leinkaufs Geheimnis, das sie mit all jenen teilt, die Kukeros Buch kennen und wissen, was geschehen ist, nachdem Antonia dahinter kam, dass der Grund der alljährigen Erstarrung ihrer Familie am Neujahrsmorgen mit dem Tod ihres Onkels Robert zu tun hat, den die Eltern nie verwinden und deshalb auch nie darüber sprechen konnten.

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