Herausgegeben von von Stefan Heissenberger, Viola Mark, Susanne Schramm, Peter Sniesko und Rahel Sophia Süß. "Uni brennt" war im Herbst 2009 das Motto der Studierenden, aber auch vieler Lehrender, an der Universität Wien. Von hier ausgehend entwickelten sich weitere Protestbewegungen in Österreich, Deutschland und vereinzelt anderen Ländern. Gemeinsam ist ihnen die Kritik an der Bologna-Architektur und der neoliberalen Verwirtschaftlichung der Universität. Dieser Band, entstanden auf Initiative von protestierenden Studierenden, macht sich auf die Suche nach den Ursachen des Protests, stellt grundsätzliche Fragen zum Bildungsbegriff und zur Bildungspolitik, versammelt kritische Positionen und Forderungen und gibt Stimmungsbilder aus den besetzten Hörsälen wieder. Mit dem Schwerpunkt auf Wien soll das Zentrum der Proteste näher beleuchtet werden. Darüber hinaus sind Beiträge unter anderem aus Klagenfurt, Innsbruck und Berlin enthalten.
Rezensentin Sarah Brugner begrüßt diesen von österreichischen Studierenden herausgegebenen Band zur Debatte um die universitäre Bildung. Das "Buch zu den Protesten" bietet in ihren Augen mit seinen Essays, Reden und Interviews Gelegenheit, sich mit Forderungen und Zielen von Bewegungen wie "unibrennt" und "unsereuni" auseinander zu setzen. Sie findet in der Beitragssammlung nicht nur den "allgemeinen Forderungskatalog der Studierenden der Universität Wien" und den "erweiterten Forderungskatalog der Lehrenden- und Forschendenversammlung der Wiener Universitäten", sondern auch einen Abriss der Proteste sowie viele instruktive Berichte von Studierenden zu den Protesten. Der (selbst-)kritische Band dokumentiert für sie das nachhaltige Engagement der Studierenden.
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