Ein schwerer Motorradunfall katapultiert den siebzehnjährigen Timo aus seinem normalen Leben und fesselt ihn für Monate ans Krankenbett. Auf dem Markwaldhof, einem Rehabilitationszentrum, soll er sich von seinen Knochenbrüchen und dem Schädelhirntrauma erholen. Aber schnell stellt Timo fest, dass sich merkwürdige Dinge im Haus abspielen: Der Junge, mit dem er sich das Zimmer teilt, gilt als Wachkomapatient und hoffnungsloser Fall, doch nachts läuft er herum, spricht - und droht Timo damit, ihn zu töten, falls er anderen davon erzählt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2018
Tilman Spreckelsen entdeckt in Ursula Poznanskis Jugendroman heikle Themen. Es geht um die Grenzen der Medizin, die ethische Dimension medizinischer Möglichkeiten und den Sprach- und Kontrollverlust des nach einem schweren Unfall in einer Reha-Klinik liegenden jugendlichen Helden. Was es heißt, wenn man sich auf seine Erinnerungen und Wahrnehmungen nicht mehr verlassen kann und die simpelsten Bewegungen nicht selbstverständlich sind, vermittelt die Autorin laut Spreckelsen mit Leichtigkeit und Spannung. Für den Rezensenten ein klug konstruiertes, irritierendes Buch.
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