Wie ein Reigen muten die fünf Episoden an, in denen die junge Biochemikerin Carolin von Begegnungen mit verschiedenen Männern in Köln, Amsterdam und Venedig spricht. In jedem Kapitel ist jeweils ein Sinnesorgan ausschlaggebend für Illusionen...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.01.2002
Ein Miniaturroman, der Rezensentin "maid" recht gut gefällt. Die Heldin ist Biochemikerin und erforscht "sehr symbolisch", wie "maid" findet, den Stoffwechsel eines antibiotikaresistenten Bakteriums. Im Privatleben studiert sie den Paarungsdrang der sie umgebenden Menschen (einschließlich ihrer eigenen Person) und des damit verbundenen Täuschungspotentials dieses Liebesbazillus. Dabei bleibt die Heldin, wie "maid" berichtet, kühl und beobachtend, wie es sich für eine Wissenschaftlerin gehört; die fünf geschilderten Episoden lesen sich wie Versuchsprotokolle oder Drehbuch-Fragmente, meint "maid" und lobt, dass die Autorin konsequent auf Distanz zu ihren Figuren bleibt. Gefühle, Regungen werden notiert, ohne die Gegenreaktionen zu schildern: eine monologische Struktur, erläutert "maid", in der Sehnsüchte, Illusionen und Klischees produziert werden und dann ins Leere laufen. Das sei nett anzuschauen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…