Mit 85 farbigen Abbildungen. Begleitband zur Ausstellung zum 300. Geburtstag von Anna Louisa Karsch. Kaum eine Dichterin hat die Zeitgenossen und die Nachwelt so fasziniert wie Anna Louisa Karsch (1722-1791). Der reich bebilderte Begleitband zur Ausstellung aus Anlass ihres 300. Geburtstages setzt sich kritisch mit der Darstellung auseinander, dass Karsch Anfang der 1760er Jahre "plötzlich" Poetin geworden sei. Vielmehr wird ihre lange (Schreib-)Biografie sowie auch die ihrer Tochter Caroline Luise von Klencke und ihrer Enkelin Helmina von Chézy in der Ausstellung verfolgt und es wird umfassend in Karschs Werk eingeführt. Hierbei erfahren die "Tränentexte", ihre Endreimgedichte und Briefe sowie ihr autobiografisch-geprägtes Schreiben eine neue Bewertung. Versammelt werden Aufsätze, in denen bekannte Texte neu gelesen und unbekannte erstmalig interpretiert werden. Weitere Beiträge liefern neue Erkenntnisse zum (auch internationalen) Erfolg der Dichterin.
Rezensentin Gisa Funck kommt ganz schön ins Staunen angesichts des Lebenslaufs von Anna Louisa Karsch, die 1722 in kleinste Verhältnisse geboren wurde und mit ihren Stegreifgedichten zur Berliner Literatursensation wurde. Ganz große Kunst ist das nicht, gibt Funck zu, aber sie hat den von Ute Pott herausgegebenen Sammelband mit Aufsätzen zu Karsch ebenso mit Interesse gelesen, wie die Briefe der Dichterin. Beide Bücher zeigen der Kritikerin nämlich, wie geschickt Karsch ein Netzwerk aufbaute, das ihren Aufstieg förderte. Das belegen vor allem die "Bittbriefe". Gut für Karsch war natürlich auch, dass Geniekult und Empfindsamkeit in Mode waren. Dennoch: dass sie es schaffte, sich als "unterprivilegierte Außenseiterin einen dauerhaften Platz" im durch und durch männlichen Literaturbetrieb jener Zeit zu sichern, ringt der Kritikerin enormen Respekt ab.
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