Herausgegeben von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Jan Kuhlbrodt und Jayne-Ann Igel. Uwe Kolbes neuer Gedichtband zeichnet sich durch die künstlerisch auferlegte Beschränkung in der Form aus. Der Leser begegnet in vier Kapiteln jeweils zwölf Gedichten, die sich mit acht Zeilen begnügen und darin gewissermaßen ein Fenster öffnen zu einer Unendlichkeit, die jenseits des Wahrgenommenen oder Dargestellten liegt. Die Dichtung ist in einem Denken angesiedelt, das aufs Ganze zielt, seine Gewähr aber in etwas findet, das für es selbst nicht zu fassen ist. Dies ist ein wiederkehrendes Motiv in Uwe Kolbes Dichtung, das sich nicht zuletzt in seiner dichterischen Auseinandersetzung mit der Form der Psalmen gezeigt hat. In dem Band "Die sichtbaren Dinge" weisen die elementaren Beobachtungen weit über sich hinaus, so dass Kosmos und Segment poetisch zusammenkommen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2019
Rezensent Harald Hartung freut sich über Uwe Kolbes neue Gedichte. Kolbes realistischer Weltzugang gepaart mit seiner sprach- und kulturkritischen Haltung und einem handwerklichen lyrischen Verständnis machen für ihn den Reiz der Achtzeiler im Band aus, die laut Rezensent Kolbes Welt in Form von Beobachtungen und Reflexionen enthalten. Ob der Dichter die Schubkarre bedichtet oder Rilke bespöttelt, immer findet Hartung einen reellen Wortwerker bei der Arbeit.
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