In den Geschichten dieses Buches folgt Uwe Timm der Spur des Wunderbaren, das in scheinbar gewöhnlichen Alltagssituationen nistet. Wie kann ein einziges Abendessen eine recht ungewöhnliche Ehe beenden, und was wird aus der blutjungen Frau, die mit verdorbenem Magen aus der Wohnung flieht?
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 09.12.1999
Timms Erzählungen sind "schöne, ernste, komische und traurige Geschichten", meint Martin Lüdtke, schön und nicht sehr verkaufsträchtig, denn Erzählungen verkauften sich nicht gut. Das lassen wir mal dahingestellt. Bei Timm jedenfalls, so Lüdtke, passieren Schicksalsschläge oder Zufallsbegegnungen, schlagen unvorhersehbar ein und beleuchten in diesem Moment ein ganzes Leben - das Vorher und Nachher, Hin und Her, Kreuz und Quer eines Lebensweges wird mit einem Mal einleuchtend. Dafür bediene sich der Autor einer raffinierten Technik des Vorgreifens und Rückblickens, schreibt der Rezensent, "eine verschachtelte Schreibweise", die nicht auf Pointen aus sei, sondern einem Lebensgeschichten nahebringe und die Leser den eigenen Spielraum überdenken lasse.
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