Ein Klassiker der Sozialgeschichte des Jazz wird nach einem Vierteljahrhundert ins Deutsche übersetzt. Maxi Sickert mag dieses Werk, besonders die "Zärtlichkeit" und "Behutsamkeit" mit der sich die "Musik- und Dokumentarjournalistin, Filmemacherin und Fotografin" Val Wilmer den Musikern, ihrem Alltag und ihrer Musik nähert und die in ihren Fotos zu finden ist. Wilmer vermittelt Musik auf eine ganz unübliche Weise, sie hat keine "musiktheoretische Abhandlung" verfasst, sondern eine "Collage" erstellt, lobt Sickert. Das materialreiche Buch beruht auf über achtzig Interviews mit bekannten und unbekannten Musikern und Musikerinnen und berücksichtigt auch die "wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Bedingungen", unter denen sie lebten und arbeiteten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.10.2001
Ralf Dombrowski stellt ein Buch für Jazz-Liebhaber vor: 24 Jahre nach dem Erscheinen der Originalausgabe gibt es nun eine deutsche Übersetzung des "Standardwerkes" über "New Jazz". Die Autorin hatte damals Interviews, Tatsachenberichte und Kommentare assoziativ zusammengefasst - dies vermittle auch heute noch "den Enthusiasmus, den (die) frei improvisierte Musik entfachen konnte", findet Dombrowski. Der Rezensent vermisst jedoch eine "möglichst vollständige Darstellung" dieser Musikrichtung sowie Verweise auf die europäische New Jazz-Szene.
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