Ein farbenreiches Zeitgemälde des 17. Jahrhunderts im Spiegel einer außergewöhnlichen Gestalt. Christina von Schweden (1626-1689) irritierte ihre Umwelt durch ihr skandalumwittertes Leben, ihre Verschwendungssucht, ihre Launenhaftigkeit und ihren Freigeist. Als Kunstsammlerin, Mäzenin und Rebellin hat sie ganze Generationen fasziniert. Mehr wissenschaftlich und künstlerisch als politisch interessiert ? sie holte u.a. den französischen Philosophen Descartes und den niederländischen Rechtsgelehrten Grotius an den schwedischen Hof ?, spiegelt sie die oft widersprüchlichen politischen, religiösen und geistigen Strömungen ihres Jahrhunderts wider. Sie unterstützte Künstler und Gelehrte, sammelte eine berühmte Bibliothek, begeisterte sich für die spanische Literatur und Malerei, irritierte aber ihre Umwelt durch ihr skandalumwittertes Leben, ihre Unruhe, ihre Verschwendungssucht, ihre Launenhaftigkeit, ihr Freidenkertum und ihr Liebesleben, bis sie nach kurzer Regierungszeit 1654 zugunsten ihres Vetters abdankte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2000
War eine Königin, wollt keinen Mann, wollt nicht mehr Königin sein, aber von der Macht nicht ganz lassen. So ungefähr führt uns Roswitha Budeus-Budde das Leben der Tochter Königs Gustav Adolfs vor Augen, wie es Verena von der Heyden-Rynsch beschreibt. Die "bizarre Persönlichkeit" war hoch gebildet und wohl bisexuell, wurde katholisch und verstand sich nach ihrer Abdankung als "Mittlerin zwischen dem Vatikan und den europäischen Staaten." Die Rezensentin ist von diesem Leben anscheinend so fasziniert, dass sie vergisst, das Buch zu besprechen. Immerhin handelt es sich für sie um ein "kenntnisreiches Zeitbild."
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