Aus dem Italienischen von Johanna Borek. Dario Fos Romanheldin Christina von Schweden ist eine "unmögliche Königin": hochgebildet, rebellisch und unberechenbar. Sie weigert sich zu heiraten, hat Affären und korrespondiert mit Intellektuellen wie Blaise Pascal und Molière. Nach ihrer Abdankung
1654 geht sie nach Rom und wird zu einer wichtigen Förderin von Wissenschaft und Kunst. Anhand geschichtlicher Zeugnisse und Chroniken erzählt Dario Fo das Leben einer selbstbewussten Frau, die mit den Konventionen ihrer Zeit bricht, und erfindet sie dabei ganz neu.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2018
Rezensent Andreas Rossmann hält nicht allzu viel von diesem nachgelassenen Roman des Theatermannes Dario Fo. Wie Fo sich der Biografie der Königin von Schweden annimmt, um eine Frau auf dem Weg der Emanzipation zu zeigen, schließlich auch, um das eigene Theaterverständnis anhand von Christinas Kunstförderung und Bühnenerlebnissen zu vermitteln, überzeugt ihn nicht. Episodisch, hölzern reiht der Autor Fakten, Dokumente, Briefe und Szenen aneinander, meint Rossmann. Leider alles etwas zu mutwillig, holzschnittartig und konventionell, findet der Rezensent. Auf Fos Theaterbühne wäre daraus sicher mehr geworden, spekuliert er.
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